Arbeiten auf Mallorca

Freitag, 10. März 2006 | Autor: Ramona Hapke | 

Wer seine Träume verwirklichen will, muss aus ihnen erwachen.
Viele Deutsche haben sich ihren Traum von einem Leben auf Mallorca verwirklicht. Andere haben es nicht geschafft, sich auf der Insel eine neue Existenz zu schaffen. Ich traf im vergangenen Jahr Residenten, die gerne wieder zurück nach Deutschland möchten oder bereits wieder zurück sind, und zwar aus unterschiedlichsten Gründen.

Da auch ich mit einem Leben auf Mallorca liebäugelte, recherchierte ich im Internet und stieß dabei auf einen interessanten Artikel:
http://www.mallorca.de/leben_und_arbeiten/existenzgruendung.shtml.

Stellenanzeigen - und angebote fand ich hier:
http://www.jobline.es/
http://www.balearempleo.com/
http://www.elaviso.com/clasificados/?GoTo=jobs

Tja, Spanisch ist eine der Grundvoraussetzungen für eine Arbeitaufnahme. Die Singles unter euch verlieben sich am besten in einen Spanier/eine Spanierin, so geht das Spachenlernen wesentlich schneller;)

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2 Kommentare

  1. Aus meiner persönlich und räumlich begrenzten Sicht ist in erster Linie die Sprache die Voraussetzung zum Bleiben und zur Integration auf Mallorca. Allerdings reicht die spanische Sprache nur in den touristischen Ballungszentren aus.
    Schon 10km ins Landesinnere (ich lebe seit 8 Jahren in Artà) ist unsere Sprache das Mallorquin. Alle normalen sozialen Kontakte sind in diesem Dialekt des Katalan.
    Wirkliche Geschäfte, offizielle Arrangements und kultureller Austausch ist in Katalan.
    Das Zeigen der Bereitschaft, diese regionale Sprache erlernen zu wollen, ist schon ein Türöffner. (Wer schulpflichtige Kinder hat, kommt ohne Katalan nicht aus, da es Unterrichtssprache ist).

    Eine weitere Voraussetzung zur dauerhaften Integration ist Vielseitigkeit und Können, das sich nicht nur auf ein Gebiet beschränken darf. Man sollte nicht darauf bauen, nur in einem Tätigkeitsbereich seine Existenz sichern zu können.

    Und last but not least ist wirkliche Bescheidenheit und Hilfsbereitschaft gegenüber jedermann eine Charaktereigenschaft, die über Akzeptanz oder Ablehnung entscheidet.

    Eine Falle für jeden Neuankömmling ist der Freundeskreis, der diesen bald umgibt. “Zeige mir deine Freunde und ich sage dir, wer du bist.”
    Im Nu ist man umgeben von Paradiesvögeln, die alle interessant und fast immer enorm erfolgreich sind. Man ist beeindruckt und begibt sich in die fröhliche Partyrunde der Alleswissenden.
    Gesellschaftlich hat man so schnell einen Stempel und weiß noch nicht, daß man in einer Subkultur gelandet ist, aus der man sich schwer befreien kann.

    Der mir schon von meiner 1954 in die USA ausgewanderten Familie gesagte Spruch “hüte dich vor Sturm und Wind und vor Deutschen, die im Ausland sind”, ist in Mallorca sehr aktuell. Nur 120 Fluchtminuten von Deutschland entfernt, tummeln sich hier so viele Erfolgreiche, daß sie unter den jüngeren Deutschen schon eine Mehrheit bilden.

    Arbeit gibt es viel auf Mallorca. Die vorhandene Geldmenge ist beeindruckend, die Umlaufgeschwindigkeit enorm. Gute Leute sind Raritäten wie Diamanten, die dringend gebraucht werden.
    Ich mache und verlege seit kaum einem Jahr eine Regionalzeitung in deutscher Sprache. Eine Marktnische, die sich mit Geduld zu erobern lohnt. Mit Arbeits- und Ausweitungsmöglichkeiten, deren Ende nicht absehbar ist.
    MitarbeiterInnen zu finden, scheint schier unmöglich. Denn solche Menschen müssen nicht nur feierresistent sein und einen in der Gemeinschaft anerkannten Namen haben, sondern brauchen auch sehr gute Sprachkenntnisse in Deutsch, Englisch, Catala und Mallorqui.

  2. Bin mal wieder auf der Insel und habe in Bezug auf dieses Thema neue Erfahrungen gesammelt. Mallorquiner wie Deutsche warnen, dass es hier etliche Pradiesvögel gibt, mit denen man besser keine Geschäfte macht.
    Von Leuten der Kategorie der Berufsarschlöcher, Abzocker und Mißgünstler sollte man sich fern halten. Aber wie erkennt man die? Meist erst, wenn es zu spät ist.
    Andersherum: Es ist ein Kreuz mit dem Personal, das dann einfach nicht erscheint, wo die Leute im Laden stehen, die Handwerker in der Tür … Aber vom Hausmeister keine Spur.
    Vielleicht sollten die Unternehmen gute Leute auch einfach gut bezahlen, was durchaus nicht die Regel ist.
    Momentan lese ich immer wieder von freien Jobs in der Gastronomie. Wenn man die Mietpreise sieht, frage ich mich, wie da einer die Saison über über die Runden kommt.

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