Die Invasion der Ameisen

Sonntag, 8. Juli 2007 | Autor: Ramona Hapke | 

Bisher kannte ich es nur aus Erzählungen, doch am vergangenen Samstag erlebte ich den Angriff der Ameisen hautnah - im Kühlschrank!


Eine querliegende Wasserflasche hatte wohl verhindert, dass die Kühlschranktür fest verschlossen war - die perfekte Einladung zu einem Eroberungsfeldzug der Ameisen. Beim Öffnen des Kühlschranks warf ich beim Anblick der Heerscharen zunächst reflexartig einen in Reichweite befindlichen Lappen über eine der Krabbelgruppen. Unbeeindruckt von meiner körperlichen Größe ließen sich bereits ganze Trauben von Ameisen nicht vom Abtransport ihrer Beute über den Fußboden vor dem Kühlschrank abhalten.

Mir war sofort klar, dass ich mit schärferen Waffen kämpfen muss und startete einen Handy-Notruf. Meine Freundin Gabi riet zu Insektenspray, Staubsauger und Wischwasser. Und genau in dieser Reihenfolge war ich alsdann zwei Stunden lang bei 30 Grad im Schatten ziemlich angeekelt mit Kriegsführung gegen den Ameisenstaat in der Küche beschäftigt.

Dass mich die Eindringlinge dabei bekrabbelten, heizte meine Reinigungswut nur noch mehr an und schärfte meinen Blick für alles sich Bewegende. Aus welchen Winkeln sie auch immer kamen, einzelne Ameisen starteten eine erneute Attacke, entgingen meinen wachsamen Augen aber nicht. Irgendwann hatte ich Lebensmittel sowie den Staubsaugerbeutel entsorgt und auch die letzte Ecke ausgewischt, um mich schließlich erschöpft und verschwitzt in den Pool fallen zu lassen.


Gabi erklärte mir später, dass unscheinbare, einzelne Ameisen als Kundschafter ihre Umgebung ausspähen und bei Erfolg (Essenreste, Krümel, Hundesabber, Schüppchen …) “Futter-Alarm” schlagen. Deshalb ist es ratsam, Lebensmittel gut zu verpacken, Wäsche vor dem Verreisen zu waschen und stets auf peinlichste Sauberkeit zu achten. Andernfalls freuen sich die selbstbewussten kleinen Tierchen über fette Beute.

War es nicht im Film “Jurassic Park”? Da warnte ein Wissenschaftler so oder ähnlich: “Die Natur findet immer einen Weg!”


An dieser Stelle möchte ich mich dafür entschuldigen, dass ich zur Illustration des Geschehens kein Foto vom gemacht habe. Mir war grad nicht danach;)

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