Zwischen Himmel und Hölle Cuevas de Artà

Montag, 15. September 2008 | Autor: Ramona Hapke | 

Zwischen Himmel und Hölle - Cuevas de Artà
Besucher in den Höhlen von ArtàDie meisten Touristenströme auf Mallorca zieht es in die Drachenhöhlen oder die Höhlen von Helms. Doch wer die “Königin der Säulen” bewundern will, fährt in den Nordosten nach Artà. Die “Cuevas de Artà” sind noch nicht so bekannt wie ihre Schwestern in Porto Christo, sie bergen jedoch, glaubt man der Führung und den eigenen Augen, die imposantesten Formationen aus Kalziumkarbonat, Marmor, Eisen und Salz.Zwischen Himmel und Hölle - Cuevas de Artà

Im Himmelsaal
Königin der SäulenDas erste “Ah” und “Oh” der Besucher beim Eintritt erfährt bereits nach wenigen Metern eine erste Steigerung. Hier im ca. vierzig Meter hohen “Himmel” tront die “Königin der Säulen”, ein 22 Meter hohes Naturgebilde von filigraner Schönheit. In 5000 Jahren wird sie die Decke des “Himmels” erreicht haben, denn eine Säule wächst in 100 Jahren nur einen Zentimeter.

Höllenfeuer
Vom “Himmel” steigen die Besucher hinab in die “Hölle” und durchqueren dabei Gänge und Tunnel, die gesäumt sind von Wunderwerken der Natur. Stalagmiten und Stalagtiten in verschiedenen Größen und Ausmaßen hängen von der Decke, ragen in den Raum oder zieren die Wände und ziehen die Blicke der Besucher an.

45 Meter unterhalb des Eingangs kündigt ein rotes Licht den Eingang zur Hölle an. Unter den Klängen von Bachs Refugie erstrahlen drei Minuten lang nach und nach gigantische Säulenformationen von unglaublicher Schönheit in farbigem Licht, das die Führung wahlweise ein- und ausschaltet. Die Atmosphäre zaubert für Augenblicke eine Gänsehaut und lässt den Atem der Betrachter scheinbar stillstehen.

Fegefeuer
Eine Brücke über einen “Wald” von Säulen führt wieder hinauf in Richtung “Himmel”. Auf halbem Weg dorthin, im “Fegefeuersaal”, sind mit wenig Phantasie die Silhouetten von Figuren erkennbar. Eisenoxid färbt manche Säulen rot.

Formationen
Orgel in den Artà-HöhlenIm “Theatersaal” angekommen, stehen die Besucher andächtig vor einer gigantischen “Orgel” – einer Wandformation in der gesamten Höhe der Höhle.

Im größten Saal der Artà-Höhlen, im 45 Meter hohen “Saal der Fahnen” ragen zwei Formationen in der Größe und Form von Fahnen in den Raum hinein. Es scheint, als ob der Wind mit seinem Spiel für einen Augenblick innehalte, damit die Besucher die Fahnen in Ruhe betrachten können.

Im “Saal der Fahnen” ragen einige Stalagmiten in die Höhe, Glocken genannt, die wegen der Vibration beim Anschlagen Töne von sich geben. Obwohl das Berühren der Formationen untersagt ist, dürfen die Besucher hier die Glocken selbst zum Klingen bringen.

Formation in den Artà-HöhlenFahnenformation in den Höhlen von ArtàBrückenformation in den Höhlen von Artà

 

Am Ende der halbstündigen Führung beeindruckt der “Diamantstein”, kristallisiertes Kalziumkarbonat mit Glitzer versetzt. Die Formation “Denker” verabschiedet die Besucher, und der Berg gibt sie über eine Treppe nach unten wieder frei. Sie werden von einer spektakulär schönen Aussicht auf türkisblaues Meer der Bucht von Canyamel empfangen.

 

 

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3 Kommentare

  1. Das hört sich wirklich sehr interessant an und ist ein guter Tipp für meinen nächsten Mallorca-Urlaub im nächsten Jahr. Die Fotos haben mich beeindruckt. Zuletzt war im ich im vergangenen Sommer auf Mallorca während einer Kreuzfahrt, da wusste ich leider noch nichts von den Cuevas de Arta.

  2. ich habe mir schon mehreremale die Cuevas de Artá angeschaut und ich muss sagen es ist für mich immer wieder ein Erlebnis mir diese anzuschauen. Ich kann es auch nur empfehlen.

  3. Nein. Die Cuevas de Artà sind in Canyamel im Osten. Die Drachenhöhlen sind im Südosten.

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